Sderot/Israel

Sderot liegt im südlichen Teil Israels am Rande der Negev-Wüste, 13 km von der Mittelmeerküste entfernt. Die Stadt entstand 1951, als 80 Familien aus dem Iran und Kurdistan sich im Einwanderungslager Gevrim Dorot niederließen. 1956 wurde Sderot zur unabhängigen Gemeinde erklärt. Durch den Zuzug von Neu-Einwanderern, insbesondere aus der ehemaligen UDSSR, hat sich die Einwohnerzahl in den letzten Jahren von 10.000 auf ca. 25.000 mehr als verdoppelt. Dadurch erhielt Sderot vor einigen Jahren die Stadtrechte.
In die Freundschaft zwischen Zehlendorf und Sderot wurde auch das nahegelegene Kibbuz Bror Chail einbezogen, dessen Mitglieder zum größten Teil aus Südamerika kommen. Besonders gepflegt wurde die Partnerschaft in der Vergangenheit durch einen regelmäßigen Jugendaustausch, durch Bürgerreisen und Begegnungen von Kommunalpolitikern.
Durch die Terroranschläge in der letzten Zeit sind diese Kontakte zum Erliegen gekommen. Sobald etwas Ruhe in das gebeutelte Land eingekehrt ist, werden sie wieder aufgenommen.
Die Partnerschaft zwischen Sderot und Zehlendorf besteht seit 1975. Es handelt sich übrigens um einen der ersten offiziellen Partnerschaftsverträge zwischen einer israelischen und einer deutschen Gemeinde.

 

Kibbuz Bror Chail


Im Jahr 2004 war es 25 Jahre her, seit am 29.Mai 1979 die erste Begegnung zwi-schen einer offiziellen Zehlendorfer Delegation und Vertretern des Kibbuz Bror Chail in Bror Chail stattgefunden hat. Die Initiative ging vom damaligen Bürgermeister und Innensenator Wolfgang Lüder aus, der 1965 mit einer Studiengruppe in Bror Chail gewesen war. Das Kibbuz liegt ca. 10 km von der israelischen Partnerstadt Sderot entfernt, so dass eine Verbindung sinnvoll erschien. Bei dieser Gelegenheit wurde ein kontinuierlicher Jugendaustausch vereinbart, wobei wechselseitig Jugendliche aus Sderot und Bror Chail berücksichtigt werden sollten.

Bereits 1980 besuchte die erste Bror Chailer Jugendgruppe Berlin. Seither sind die Kontakte nie abgebrochen und neben dem Jugendaustausch wurde das Kibbuz bei den vom Zehlendorfer Städtepartnerschaftsverein organisierten Bürgerreisen regel-mäßig besucht. Im Zusammenhang mit den Raketeneinschlägen aus dem in näch-ster Nähe gelegenen Gazastreifen hat der Verein mit Hilfe von Spenden im Jahr 2002 eine Jugendgruppe aus Bror Chail nach Berlin eingeladen. Anläßlich des 25jährigen Jubiläums wurden die damaligen Kontaktpersonen aus Bror Chail sowie der jetzige Kibbuzleiter nach Berlin eingeladen, um am Programm einer Jugendbe-gegnung und einem feierlichen Empfang teilzunehmen.

Nun zum Kibbuz selbst:
Das Kibbuz Bror Chail liegt im südlichen Teil Israels in einer ländlichen Gegend, die sich Sha’ar Ha-Negev (Tor zur Negev-Wüste) nennt. Der Name Bror Chail bezieht sich auf den verdeckten Ungehorsam gegen anti-jüdische Gesetze und Verordnun-gen und findet Erwähnung in den Schriften des berühmten Rabbi Yohannan Ben Zaddai.

Das Kibbuz Bror Chail wurde formal am 19. April 1948 als das letzte Kibbuz vor der Unabhängigkeitserklärung Israels am 14./15. Mai 1948 gegründet. Die Gründungs-mitglieder waren junge ägyptische Vorkämpfer aus der zionistischen Jugendbewe-gung ‚Dror Habonim’. In den Jahrzehnten nach der Gründung des Kibbuz kamen ähnliche Gruppen junger Menschen, hauptsächlich aus Brasilien, und schlossen sich den Gründungssiedlern an. 

 

 

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